Opel Agila A NjOY

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Veränderung eines Microvans in seine Facelift-Version

VorbildOpel Agila A „NjOY“
BasismodellOpel Agila A, 1:43, Minichamps, grün
Zeitraum27.11.2021-09.01.2022
Modellauto | hahlmodelle.de | Umbau: Opel Agila A zu Opel Agila A NjOY
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Der Opel Agila A basierte auf dem Suzuki Wagon R+ und war im Jahr 2000 der erste Microvan von Opel. 2003 bekam er ein Facelift und es gab ihn in der Sonderversion „NjOY“. Diese zeichnete sic h durch ein Fehlen des letzten Seitenfensters sowie eine Zweifarblackierung und bunte Polster aus. Auch neu war eine waagerechte Chromstrebe im Kühlergrill sowie eine Chromstrebe als unterer Abschluss der Heckscheibe. Den Opel Agila A gibt es in der Version von 2000-2003 von Minichamps in diversen Farben, die Faceliftversion und die Zweifarblackierung ist leider nicht als Modell in 1:43 erhältlich. Höchste Zeit also, sich dieser Lücke im Sammlungsbestand einmal anzunehmen.

Basis für den Umbau bildet der grüne Agila A von Minichamps. Leider sind die Modelle vom Agila A mittlerweile nicht mehr so einfach zu bekommen und man muss schon etwas Geduld haben, wenn man keine Mondpreise für ein solches bezahlen will. Ist das Modell aber da, wird es als erstes zerlegt und bekommt das altbekannte „Wellness-Bad“ in Nitroverdünnung. Und hier erlebe ich eine Überraschung: Nach genau einem Monat „Badefreuden“ ist die Lackierung an einigen glatten Flächen – beispielsweise auf den seitlichen Türen – immer noch dran und absolut fest. Die Modelle von Ixo trennen sich leichter von ihrem Farbkleid. Also muss hier der Dremel mit der Drahtbürste vorsichtig angesetzt werden.

Nach dem Entfernen der Restfarbe auf der Außenseite der Karosserie werden die beiden Teile, die die Seitenfenster bilden, um die hinteren Seitenscheiben erleichtert und wieder in die Rohkarosse bündig eingeklebt. Nun kann noch entschieden werden, ob die Übergänge zwischen „Fenster“ und Karosserie noch ein wenig mit Spachtel verfüllt werden sollen oder nicht. Beim Original war die neu entstandene breite C-Säule nicht komplett glatt, sondern sah aus, als ob anstatt der Fensterscheibe des dritten Seitenfensters ein Bleck eingepasst worden war – inklusive leichter Fugen. Egal, wie die Entscheidung ausfällt (ich habe ein wenig gefillert), anschließend wird die Karosserie grundiert. In dem Zuge habe ich gleich noch das Bauteil, welches die komplette Inneneinrichtung bildet, mit grundiert.

hahlmodelle.de | Opel Agila A NjOY: Karosseriearbeiten
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Nachdem die Grundierung getrocknet und geglättet worden ist, erfolgt die Lackierung. Wie bei einer Zweifarben-Lackierung üblich, muss das auch hier in zwei Schritten nacheinander erfolgen. Im Wesentlichen waren beim Agila A „NjOY“ Motorhaube, Dach und Heckklappe sowie beide Stoßfänger in „Starsilber“ lackiert und die Seitenteile in „Aztekengold“ allerdings nur von 2003–2004 (später ersetzten die Metallicfarben „Moonlandgrau“, „Prestigeblau“ bzw. „Flieder“ das „Atztekengold“). Ich entscheide mich dafür, zuerst die Seitenteile in Gold zu lackieren. Während dieser (und nachfolgender) Trocknungsphase(n) wird der grundierte Innenraum erst in mattschwarz lackiert, dann die Sitze in Orange und später noch ein paar Applikationen in hellgrau. Nach dem Trocknen der in Gold lackierten Seitenteile werden diese Teile mit Maskierungstape abgeklebt und der Rest der Karosserie in Silber lackiert. Nach dem Durchtrocknen kommt immer der spannende Moment: Sind alle Farben dort, wo sie sein sollten? Hier sieht nach dem Abpulen des Maskierungstapes alles gut aus und der nächste Arbeitsschritt kann angegangen werden, das Anbringen der Decals – diese hatte ich bereits vorher erstellt. Mit BareMetal-Folie werden noch die Chromleiste an der Heckklappe und die Chromspange im Kühlergrill angebracht. Anschließend noch einmal alles mit Klarlack versiegeln, trocknen lassen und auf zur Endpolitur.

hahlmodelle.de | Opel Agila A NjOY: Lackierarbeiten
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Der Rest ist dann Zusammenbauen, Anbringen der – vorher angefertigten – Kennzeichen und vor die Kamera stellen.

Fazit: Eigentlich kein besonders aufwändiger Umbau – wenn man einmal von der ungeplanten Anhänglichkeit der ursprünglichen Lackierung absieht. Aber wenigstens habe ich jetzt endlich den Agila A in der Faceliftversion als zweifarbigen „NjOY“ in meiner Vitrine stehen.

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