Opel Kadett D „Aero“ (Welsch)

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Veränderung einer Kompakt-Limousine in ein Cabriolet

VorbildOpel Kadett D „Aero“ (Welsch)
BasismodellOpel Kadett D, silber, #139 aus der Opel Collection von Eaglemoss | Designer Serie
Zeitraum22.05.2021–14.06.2021
Modellauto | hahlmodelle.de | Umbau: Opel Kadett D Limousine zu Opel Kadett D „Aero“ (Welsch)
Modellauto | hahlmodelle.de | Umbau: Opel Kadett D Limousine zu Opel Kadett D „Aero“ (Welsch)

Mit dem Kadett D begann bei Opel das Zeitalter der frontgetriebenen Modelle. Hinsichtlich möglicher Karosserievarianten gab es dann auch nicht mehr eine solche Vielfalt wie noch zuvor beim Kadett C – lediglich eine Schrägheck-Limousine und ein Kombi waren noch im Programm. Von der Schrägheck-Limousine gab es anfangs noch eine Variante mit Kofferraumklappe, bevor ab 1982 zumindest im Inland sich dann die drei- bzw. fünftürige Variante mit Heckklappe durchsetzte.

Einige Zwei- bzw. Dreitürer wurden von anderen Karosseriebauern aufgeschnitten, am bekanntesten dürften die „Cabrioversion mit Rucksack“ von der Firma Bieber aus Wuppertal (später Borken) sowie das „Cabrio mit Steckverdeck“ von der Firma Baumgärtner aus Graben-Neudorf sein. Sehr exotisch mutet dagegen das Modell „Opel Kadett D Aero“ an, der optische Anleihen an den Opel Kadett C Aero der Firma Baur aus Stuttgart nimmt. Von diesem Modell wurden insgesamt nur neun Stück in zwei Tranchen von der Firma Opel Sürth GmbH aus Mayen bei der Firma Welsch – ebenfalls in Mayen ansässig – beauftragt. Welsch hatte schon mit einigen Modellen von Opel hinsichtlich Umbauten zu Cabriolets Erfahrungen gesammelt, so beispielsweise beim Opel Kadett A und beim Opel Kadett B. Auch der Bau von Bestatter-Fahrzeugen gehörte zum Portfolio von Welsch.

Für den Umbau des Kadett D wurden bevorzugt Zwei- bzw. Dreitürer als Grundmodelle genommen, wobei die Dreitürer zu Zweitürern umgerüstet wurden – vermutlich aus Stabilitätsgründen. Durch den Erhalt des Überrollbügels aus Teilen des Daches und der B-Säulen konnte eine gewisse Stabilität ohne große weitere Verstärkungsmaßnahmen für den TÜV-Segen vorgewiesen werden. Zudem bot sich so die Möglichkeit, ein herausnehmbares Targadach anzubieten, da das Verdeck nur den hinteren Teil der Karosserie bedeckte. Die geneigten Kunden bezahlten anfangs der Achtzigerjahre für diesen Umbau zwischen 7.500,00 und 8.000,00 DM.

Nun also zum Umbau – hier kam mangels Dreitürer von Minichamps – wieder einmal ein fünftüriges Modell von Ixo aus der Opel-Collection auf den Basteltisch.

Als erstes wird das Dach von hinten beginnend bis zur B-Säule abgetrennt, danach werden die B-Säulen mit dem verbindenden Dachsteg von der Karosserie gelöst, dieser Bügel wird später noch gebraucht. Jetzt kann noch die Öffnung für das Targadach herausgetrennt werden, diese Öffnung endet kurz vor dem vorderen Scheibenrahmen. Der Bügel mit den B-Säulen wird dann etwas nach hinten versetzt wieder auf die Karosserie aufgeklebt und die entstandenen Lücken der Dachholme werden mit 2K-Spachtel neu modelliert. Zeitgleich müssen die vorderen Türen „verlängert“ und die hinteren entfernt werden – Spachtel und Gravurwerkzeug sind dafür – wie auch schon beim Baumgärtner-Cabrio – nützliche Helfer.

hahlmodelle.de | Opel Kadett D „Aero“ Welsch: Karosseriearbeiten
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Das Heck bedarf einer etwas umfangreicheren Modifikation, da die Heckscheibe beim Fünftürer tiefer nach unten reicht, als beim ursprünglichen Dreitürer. Also wird zusammen mit dem nachzubildenden Verdeck gleich noch ein Teil der Kofferraumklappe mit aufgebaut, dazu kommt auch wieder 2K-Spachtel zum Einsatz. Nach dem Verschleifen und Grundieren kann das Modell lackiert werden. Der Innenraum erhält eine dezente farbige Überarbeitung in Karosseriefarbe, ebenso die Felgen. Anschließen kommt noch ein „Proll-Spoiler“ in schwarz auf die Kofferraumklappe und das Modell erhält seine Kennzeichen, bevor es sich zum Gruppenfoto mit seinen beiden anderen Kollegen versammeln kann.

hahlmodelle.de | Opel Kadett D „Aero“ Welsch: Karosserie- und Lackierarbeiten
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