Opel 1200

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Umbau eines Opel Olympia Rekord P1 in einen Opel 1200

VorbildOpel 1200
BasismodellMinichamps Opel Olympia Rekord P1, grün, #043 200
Zeitraum26.03.2021–29.04.2021

Der Opel 1200 ist ein Modell, welches ich schon lange im 1:43er-Angebot der Hersteller vermisst habe. Eigentlich komisch, dass Minichamps oder Ixo den nie herausgebracht haben, da beide Hersteller doch schon den Olympia Rekord P1 in diversen Farbvarianten im Portfolio haben. Aber es ist mit dem 1200er wohl genauso so, wie mit dem „Nackten Spatz“, dem Olympia P1 (ohne „Rekord“ im Namen): Wer dieses Modell haben will, muss selbst Hand anlegen.

Ein kurzer Ausflug in die Historie – wir erinnern uns: 1957 kam der Olympia Rekord P1 heraus, parallel dazu gab es die deutlich abgespeckte Version, den „Olympia P1“ – äußerlich erkennbar am reduzierten Chromzierrat und der fehlenden seitlichen Chrom-Zierleiste. Der Wagen war nicht so begehrt, am unteren Ende der Modellpalette musste also etwas Höherwertiges her, um potenzielle Kunden noch bis zum bald erscheinenden neuen Kadett A bei der Stange zu halten. Daher wurde 1959 als Ablösung des Olympia P1 der „Opel 1200“ der kaufwilligen Kundschaft als neues Einstiegsmodell in die Opel-Welt angeboten. Dieser ist auf den ersten Blick von den beiden anderen baugleichen Karosserien durch die einfach geschwungene seitliche Zierleiste sowie die schwarz eingefassten hinteren Seitenfenster erkennbar – zudem war er immer ein Zweitürer.

Also Modell hatte ich ein günstig erworbenes zweitüriges Minichamps-Modell hier liegen, das kam als erstes nach dem Zerlegen ins Nitrobad. Leider habe ich keinen Weg gefunden, die Karosserie von ihren Rückleuchten zu befreien – ein häufig bei Minichamps-Modellen anzutreffendes Phänomen. Na ja, dann eben sich auflösen lassen und später mit Spachtel wieder nachmodellieren…

hahlmodelle.de | Opel 1200: Umbauschritte, Karosserie-Arbeiten
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Nach dem Entlacken sieht man sehr schön, dass die berühmte „Zierleiste mit dem Knick“ bei Minichamps Teil der Metallkarosserie ist – diese müssen also beide heruntergeschliffen werden. Danach müssen die neuen Zierleisten an der Karosserie befestigt werden. Zuerst habe ich mir auf einem maßstäblichen Foto einer Seitenansicht des 1200ers die entsprechenden Zierleisten nachgezeichnet und diese Linien dann maßstabsgetreu ausgedruckt – somit hatte ich eine Schablone, anhand derer ich die Zierleisten aus 0,6mm Silberdraht nachbiegen konnte. Die fertig gebogenen Zierleisten habe ich mit Klebepunkten auf der Karosserie fixiert, überstehende Enden lassen sich mittels Dremel und Trennscheibe einfach kürzen. Danach ist ein guter Zeitpunkt, um die Rückleuchten neu zu modellieren. Wenn die Klebepunkte die Leisten dann festhalten, kommt die Grundierung auf die Karosse – das sorgt dann für eine ziemlich gute und saubere Verklebung. Überschleifen, fertig lackieren, polieren, hintere Fensterrahmen schwärzen, Front- und Heckscheibenrahmen verchromen sowie Decals anbringen und dann kann alles mit Klarlack versiegelt werden.

hahlmodelle.de | Opel 1200: Umbauschritte, weitere Arbeiten
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Um den schlichten Charakter des Modells zu betonen, habe ich mich absichtlich für die damals erhältliche einfarbige Lackierung entschieden – auch wenn es beim 1200 optional ein andersfarbig lackiertes Dach in der Ausstattungsliste gab. Zum Schluss habe ich noch die „Tatze“ am Auspuffende entfernt sowie die schwarzen Fensterrahmen wieder mattiert. Außerdem ist es eine gute Idee, die Felgen zu schwärzen, da diese beim Minichamps-Modell passend zur Wagenfarbe lackiert sind, beim 1200 es aber in der Regel nicht gewesen sind – einen kleinen Zierring an den Felgen habe ich mir dann aber doch nicht verkneifen können. Zusammenbauen, Kennzeichen drauf und ab damit vor die Kamera.

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