Opel Ascona B Cabriolet

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Veränderung einer zweitürigen Limousine in ein Cabriolet

VorbildOpel Ascona B Cabriolet
BasismodellOpel Ascona B 400 Limousine zweitürig, 1:43, Ixo, silber
Zeitraum14.01.2022-12.02.2022
Modellauto | hahlmodelle.de | Umbau: Opel Ascona B 400 Limousine zu Opel Ascona B Cabriolet
Modellauto | hahlmodelle.de | Umbau: Opel Ascona B 400 Limousine zu Opel Ascona B Cabriolet

Den Opel Ascona B gab es werksseitig nur als Stufenhecklimousine – das änderte allerdings nichts daran, dass einige Karosseriebauer die zweitürige Limousine aufschnitten und in ein Cabriolet verwandelten. Je nach persönlichem Geschmack (und Geldbeutel) der Auftraggeber fielen diese Umbauten entweder dezent aus oder wurden mit zeitgemäßen Anbauteilen im Stil der Achtziger noch optisch etwas aufgepeppt. Das hier entstandene Cabriolet hat kein konkretes Vorbild, es orientiert sich aber im Wesentlichen an einem Waßmeier-Umbau.

Eigentlich war dieser Umbau als „Zwischendurch-Arbeit“ geplant, da beim Umbau zweier anderer Modelle häufiger längere Wartezeiten anfielen. Ich hatte sowieso noch einen silbernen Opel Ascona B 400 aus der Design Serie der Opel Collection von Eaglemoss hier lagern und kam dadurch erst auf die Idee „Schnell das Dach ab und fertig ist das Cabrio.“ – es kam dann doch anders…

Nachdem die Basis für diesen Umbau also vorhanden war, wurde nach dem Zerlegen die Flex angesetzt und das Dach abgetrennt. Aber irgendwie sah die silberne Karosserie dann doch etwas langweilig aus und zufällig stieß ich auf ein Bild eines Waßmeier-Cabriolets. Alleine die Lackierung sah schon richtig schön nach Achtzigern aus, also musste die Karosserie in die Nitrolösung.

Nach dem Entlacken kümmerte ich mich dann erst einmal darum, das geöffnete Verdeck zu modellieren – das geschah mit 2K-Spachtel, welcher nach dem Aushärten in Form geschliffen wurde. Und wenn der Spachtel schon mal angerührt war, dann wurden auch gleich noch die Rillen längs der Motorhaube verfüllt, in denen die senkrechten Gummilippen des 400ers eingelassen waren. Gleiches geschah mit den angedeuteten Lufteinlässen in der Mortorhaube. Anschließend kam mir die Idee, auch bei meinem Cabrio auf der Motorhaube eine Lufthutze zu platzieren. Diese wurde passend aus einer Kunststoffplatte zurechtgeschnitten und nach dem Aushärten der Verklebung etwas verspachtelt und dann verschliffen. Danach wurde das gesamte Modell grundiert. Eigentlich hätte es danach ganz normal weitergehen können, aber dann störte mich der „serienmäßige“ Heckspoiler auf der Kofferaumkante irgendwie. Das sah mir zu klobig für ein Cabriolet aus – zudem hatte der Waßmeier-Umbau auch nicht diesen Klotz hinten drauf, sondern einen Heckflügel der Marke „Pommestheke“. Also noch einmal Karosseriearbeiten: Heckspoiler herunterschleifen und einen Kunststoff-Flügel auf die Kofferraumklappe geklebt – sah besser aus.

hahlmodelle.de | Opel Ascona B Cabriolet): Karosseriearbeiten
hahlmodelle.de | Opel Ascona B Cabriolet): Karosseriearbeiten

Zwischenzeitlich hatte ich auch passende Felgen aus meinem Fundus aufgetrieben, sie gefielen mir besser als die serienmäßigen des Ixo 400er Asconas. Jetzt noch einmal alles Grundieren und Feinschliff betreiben, dann ab zum Lackieren. Erst die Front in Metallic-Rot und dann das Heck in Metallic-Blau. Für die Seiten brushte ich einem diagonalen Farbverlauf.

Weiterhin entschied ich mich, der Front die Doppelscheinwerfer und den Kühlergrill eines Manta A von Ixo zu spendieren. Im Original gab es mindestens eine solche Modifikation und die falsche (weil nicht gepfeilte) Kühlergrill-Form des „Frontschaden-Mantas“ von Ixo passte ganz gut an den Ascona – nach ein paar kleineren Anpassungen.

hahlmodelle.de | Opel Ascona B Cabriolet): Karosserie, Innenraum und Lackierung
hahlmodelle.de | Opel Ascona B Cabriolet): Karosserie, Innenraum und Lackierung

Der Rest war dann Polieren, Anbringen der Decals, Versiegeln mit Klarlack und Zusammenbau. Nummernschilder dran und fertig und somit ab vor die Kamera.

Fazit: Eigentlich als „Lückenfüller“ gedacht, um Wartezeiten bei zwei anderen Modellen sinnvoll ausfüllen zu können, hat dieser Umbau dann doch ein wenig mehr Zeit gekostet, als gedacht. Das lag aber hauptsächlich daran, dass ich ohne festes Konzept daran gegangen bin und somit durch dauernde Änderungen und Ergänzungen einiges an zusätzlichen Arbeiten notwendig geworden sind. Das bewusste „Krawall-Tuning“ ist als Reminiszenz an den Zeitgeist der Achtziger durchaus gewollt und stellt einen interessanten Farbtupfer in der Vitrine zwischen den anderen Modellen der Zeit dar.

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